Aktuell Die Praxis Unser Team Leistungen Sprechzeiten Notdienst Informationen




Pressemitteilung der Bundestierärztekammer

Die Saison der Blutsauger läuft auf Hochtouren
Nicht vergessen: Zeckenschutz für Hund und Katze

(BTK/Berlin) – In diesem Sommer wimmelt es überall von nervigen Blutsaugern, denn 2018 ist ein besonders starkes Zeckenjahr. Da ein Zeckenstich immer die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern in sich birgt, sollten Tiere spätestens jetzt geschützt werden. Die Zeckenzeit hat Hochsaison, und die Gefahr ist groß, dass auf Hund oder Katze eine Zecke „aufsattelt“. Bestimmt haben einige Tierhalter schon die eine oder andere Zecke vom geliebten Vierbeiner entfernt. Vielleicht wurde der winzige Ausbeuter aber auch übersehen und hat sich, kugelrund und prall mit Blut gefüllt, bereits wieder von seinem Wirt verabschiedet. Es ist also höchste Zeit, Hund und Katze vor den winzigen Parasiten zu schützen.

Zecken können ihre Körpertemperatur nicht regulieren, deswegen sind sie bei der Suche nach einer Mahlzeit von der Außentemperatur abhängig – je höher die ist, desto agiler sind die kleinen Plagegeister. Bei Temperaturen ab circa sieben Grad verlassen Zecken die schützende Laubschicht und lauern im hohen Gras und Gebüsch auf einen warmblütigen Wirt. Dann bohren sie sich aber nicht gleich fest, sondern suchen bis zu zwei Stunden lang nach einer geeigneten dünnhäutigen Körperstelle. „Das Gefährliche am Zeckenbefall ist nicht der Stich des Parasiten, tückisch ist, dass die Zecke mit ihrem Speichel Krankheitserreger ausscheidet. Der Holzbock, die bekannteste und bei uns häufigste Zeckenart, überträgt u. a. die Borreliose und die – für Tiere weniger bedeutsame – Gehirnhautentzündung FSME. Die krankmachenden einzelligen Erreger gelangen aber erst nach zwölf bis 24 Stunden ins Blut, deswegen sollte eine Zecke unverzüglich entfernt werden“, erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer (BTK). Mit einer speziellen Zeckenzange oder mit den Fingern so dicht wie möglich zwischen Haut und Zeckenkopf fassen ohne sie zu quetschen. Dann vorsichtig aber beherzt und möglichst gerade herausziehen und dabei ein Drehen vermeiden. Wenn ein Teil der Zecke in der Haut steckenbleibt kann sich diese Stelle entzünden. Wenn das passiert oder schon vorher Unsicherheit herrscht, sollten Tierhalter sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Als vorbeugende Maßnahmen gibt es auch eine Vielzahl wirksamer Präparate gegen Zecken, die entweder einen repellierende Wirkung haben (die Zecke wird davon abgehalten, einen Hund oder Katze zu befallen) oder Wirkstoffe, die die frisch angesogene Zecke schnell abtöten. Da die Auswahl schwierig ist und einige dieser Mittel bei unsachgemäßer Anwendung besonders für Katzen gefährlich oder wirkungslos sein können, sollte man diese nur nach Beratung durch den Tierarzt einsetzen. Die BTK warnt alle Tierhalter davor „alte Hausmitteltipps“ zu testen, wie z. B. Nagellack, Öl o. Ä. auf die Einstichstelle und die Zecke zu träufeln. Das begünstigt die Übertragung der Krankheitserreger, weil die Zecke durch den „Stress“ ihren mit Erregern verseuchten Mageninhalt in die Wunde entleert.


Pressemitteilung der Bundestierärztekammer

Katzenkastration ohne Wenn und Aber!

Bundestierärztekammer appelliert, Freigängerkatzen kastrieren zu lassen

Auch wenn es bis zum kalendarischen Frühlingsbeginn am 20. März noch etwas dauert – die Tage sind bereits deutlich länger und die milden Temperaturen der vergangenen Tage lassen bei Mensch und Tier langsam Frühlingsgefühle ausbrechen. Damit das Ganze bei unseren liebsten Haustieren nicht in einem großen "Katzenjammer" endet, appelliert die Bundestierärztekammer an Tierhalter, nur kastrierte Katzen ins Freie zu lassen.

"Die längere Lichteinstrahlung führt dazu, dass vermehrt Sexualhormone produziert werden und weibliche Katzen jetzt rollig werden. Das ruft natürlich Kater auf den Plan, die nach einer Partnerin suchen", erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer. Der Kleintierpraktiker hält es für unverantwortlich, Kater und Katzen, die nicht kastriert sind, aus dem Haus zu lassen: "Katzen können schon mit einem halben Jahr das erste Mal Nachwuchs bekommen, und das dann durchschnittlich zweimal im Jahr. Bei bis zu sieben Kätzchen pro Wurf ist die Nachkommenschaft schnell auf ein Vielfaches angewachsen. Das Ende vom Lied sind dann noch mehr verwilderte Katzen, die unterernährt und krank ihr Leben fristen müssen." So leidet ein Großteil der verwilderten Katzen an chronischen und ansteckenden Krankheiten wie Katzenschnupfen, Katzenseuche oder Katzen-Leukose, außerdem sind sie von Hautpilzen oder Parasiten wie Flöhen, Spul- oder Bandwürmern befallen.

Über die Gründe, warum Tierhalter ihre Freigängerkatzen nicht kastrieren lassen, lässt sich nur spekulieren: Bei Vielen ist es wohl schlichtweg Desinteresse und eine "Ist-mir-doch-egal-Haltung". Andere dagegen glauben, dass eine Kastration gegen die Natur der Katze sei. Doch für Tiere bedeutet der Geschlechtstrieb in erster Linie Stress: Unkastrierte Kater und Katzen streunen auf der Suche nach einem Partner tagelang umher, legen dabei oft weite Strecken zurück und laufen so beispielsweise Gefahr, überfahren zu werden.

Zwar gibt es momentan keine bundeseinheitliche Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen, wie es die Bundestierärztekammer in einer Stellungnahme bereits 2010 gefordert hatte. Doch wurde mit der Novelle des Tierschutzgesetzes eine Rechtsgrundlage geschaffen, die den Ländern ermöglicht, Kastrationsgebote und Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht auszusprechen. In mehr als 500 deutschen Städten und Gemeinden ist es mittlerweile Pflicht, Katzen kastrieren und kennzeichnen zu lassen.


Pressemitteilung der Bundestierärztekammer

In einer Pressemitteilung vom 14. Oktober gibt die Bundestierärztekammer (BTK) Informationen zum "richtigen BARFen", also zur Biologisch-Artgerechten RohFütterung (ganz korrekt Bones And Raw Foods) von Hunden.

Hier finden Sie die Pressemitteilung (Link: http://www.ltk-hessen.de/fileadmin/www_ltk_hessen_de/altbestand/pdf/16-10-14-PM_22_16_Barfen.pdf).


Pressemitteilung der Bundestierärztekammer

Hände weg von Billigwelpen aus dem Internet!

Die Bundestierärztekammer warnt erneut vor Gefahren beim Kauf von "Billigwelpen"

Es waren erschütternde Bilder, die am 21. Juli in der Reportage"Schnelles Geld mit jungen Hunden" von Manfred Karremann in die deutschen Wohnzimmer flimmerten.

Von Tierfreunden war die Rede, die im Internet und mit Blick auf den Geldbeutel ihr Herz an goldige Hundewelpen verloren haben. Von Welpen, die kurz darauf lebensgefährlich erkrankten und durch die Erreger, die sie in sich trugen, zu einer Gefahr für ihre neuen Besitzer wurden. Von skrupellosen und vor allem trickreichen Tierhändlern, die Welpen begehrter Rassen, ausgestattet mit gefälschten Papieren, tausende Kilometer durch Europa karren, um sie in Deutschland unter dem Deckmantel der Seriosität zu verscherbeln ...

"Wenn solche Bilder gesendet werden, ist der Aufschrei, das Entsetzen immer groß. Dabei sollte es eigentlich selbstverständlich für Tierfreunde sein, dass die Verantwortung für ein Lebewesen, das man im Durchschnitt zwölf Jahre hat, schon beim Kauf anfängt! Und so ein Wesen, wenn es denn aus einer verantwortungsvollen Zucht stammt, hat eben seinen Preis", erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer.

Besonders die momentan so beliebten Rassen wie Möpse, Französische Bulldoggen, Chihuahuas oder andere Zwergrassen garantieren den illegalen Hundevermehrern und -händlern vor allem aus Osteuropa ein lukratives Geschäft. Der Handel mit Billigwelpen floriert im Internet, die Ebay-Kleinanzeigen sind voll mit Fotos herzerweichender Welpen. Mantel: "Wer hier ein Schnäppchen wittert, bekommt schnell die Rechnung präsentiert: Die Welpen sind – trotz offeriertem Impfausweis und Mikrochip – in der Regel nicht ausreichend geimpft, tragen virale und bakterielle Erreger oder Giardien, einzellige Darmparasiten, in sich, die auch für den Menschen gefährlich sind." Ein weiteres Problem: Welpen unter 15 Wochen, die sich ja am besten verkaufen lassen, sind noch nicht gegen Tollwut geimpft. Im schlimmsten Falle kann so die auch für Menschen stets tödliche Zoonose nach Deutschland importiert werden. Neben den Tierarztkosten, die oft das Vielfache des Kaufpreises übersteigen, besteht also bei solchen Welpen immer die Gefahr, dass sie Erkrankungen beim Menschen auslösen können.

Die Bundestierärztekammer rät darum:

Ein gesunder und gut aufgezogener Welpe hat seinen Preis: Billige Welpen, die meist über Internetportale angeboten werden, stammen häufig aus Vermehrungs"zuchten" im In- und Ausland. Die Tiere werden in schmuddeligen Verschlägen auf engstem Raum gehalten, viel zu früh von der Mutter getrennt, sind dadurch oft verhaltensgestört, vom Transport geschwächt und in der Regel weder geimpft noch entwurmt!

Mitleid darf nie ein Argument sein, einen Welpen zu nehmen. Wenn die Umstände des Verkaufs verdächtig erscheinen, das Veterinäramt und/oder die Polizei alarmieren. Jeder verkaufte Welpe ist ein gutes Argument, weiteren Nachschub zu produzieren!

Wenn es kein Hund aus dem Tierheim sein soll: Einen Rassehund-Welpen nur bei einem seriösen Züchter kaufen! Dort kann man sich die Haltungsbedingungen anschauen, sieht die Mutter und die Geschwister, kann den Welpen in Ruhe auswählen und hat die Gewähr, dass er gut aufgezogen und gesund ist.


Infobrief der Landestierärztekammer

Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Darmstadt

RP informiert zu Regelungen für rohes Hunde- und Katzenfutter

Während die Begriffe "BARF" oder "Barfen" vor einigen Jahren nur wenigen Insidern bekannt waren, beschäftigen sich mittlerweile immer mehr Hunde- und Katzenhalter mit dieser Art der Ernährung ihrer Haustiere. "BARF" steht dabei ursprünglich für "Bones and Raw Food", also einer Verfütterung von Knochen und rohem Fleisch. Im deutschen Sprachgebrauch wird darunter auch ein "biologisches artgerechtes Rohfutter" verstanden, das gerade von Kritikern des kommerziellen Fertigfutters vor allem für Tiere mit Futtermittelunverträglichkeiten angepriesen wird.

Die unterschiedlichen Varianten dieser Fütterungsmethode werden rege unter den BARF-Anhängern in Internet-Foren ausgetauscht und immer mehr Hersteller und Online-Shops betätigen sich in diesem recht neuen Tierfuttermarkt. Dabei sind die gesetzlichen Regelungen für die Herstellung von Rohfutter oftmals nicht oder nur unzureichend bekannt. Denn ohne behördliche Genehmigung darf auch der überzeugte "Barfer" kein Hunde- oder Katzenfutter aus tierischen Bestandteilen für andere Tierhalter herstellen. Vielmehr bedarf es dafür - unabhängig von der Herstellungsmenge - neben der behördlichen Registrierung als Futtermittelunternehmen auch einer veterinärrechtlichen Zulassung als Heimtierfutterbetrieb. Von dieser generellen Zulassungspflicht ausgenommen ist die unmittelbare Abgabe von rohem Tierfutter aus dem Lebensmitteleinzelhandel, z.B. aus einer Metzgerei, an den Verbraucher.

Die Erteilung der veterinärrechtlichen Zulassung ist an die Einhaltung bestimmter Hygienestandards gebunden, damit die Herstellung eines sicheren Tierfutters gewährleistet werden kann. Denn gerade bei Rohfutter darf die Gefahr einer mikrobiellen Kontamination nicht unterschätzt werden, die auch bei Hunden und Katzen zu ernsthaften Erkrankungen führen kann.

Das Regierungspräsidium Darmstadt empfiehlt allen Hunde- und Katzenhaltern, die solches Futter beziehen möchten, sich bei den jeweiligen Lieferanten versichern zu lassen, dass das Futter aus behördlich zugelassenen Betrieben stammt. Da die Zusammenstellung einer bedarfsgerechten Futterration recht anspruchsvoll sein kann, sollten sich darin unerfahrene Tierhalter vorab auch immer von Ihrem Haustierarzt beraten lassen. Im Falle einer falschen Futterzusammenstellung können den Tieren ansonsten ernste Mangelerscheinungen drohen.

Hintergrund:
Das Regierungspräsidium Darmstadt ist Zulassungsbehörde für alle Betriebe, die im Regierungsbezirk mit sogenannten tierischen Nebenprodukten umgehen. Der Begriff umfasst unter anderem alle von Tieren gewonnenen Erzeugnisse, die nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind. Dazu gehören auch Schlachtabfälle und tierische Lebensmittel, die als Heimtierfutter genutzt werden sollen. Durch entsprechende gesetzliche Hygienevorschriften soll sichergestellt werden, dass von diesem Material keine Gefahr für Mensch oder Tier ausgeht.

© Landestierärztekammer Hessen


Pressemitteilung u.a. der Landestierärztekammer Hessen


Appell an Reisende: Einschleppung gefährlicher Tierseuchen verhindern

In diesen Wochen beginnt die Hauptreisezeit. Viele Menschen verbringen die schönsten Wochen des Jahres in Nachbarländern und suchen dort ihre wohlverdiente Erholung. Ganz unbedarft sollten sich Reisende dennoch nicht im Ausland verhalten. In einigen Ländern wie Polen, Litauen und der Türkei wurden Tierseuchen festgestellt, die für den Menschen zwar ungefährlich, für die betroffenen Tierarten allerdings tödlich sein können. Durch unbedachtes Verhalten von Reisenden können sich die Krankheitserreger schnell verbreiten.

So ist die Afrikanische Schweinepest, die durch ein Virus hervorgerufen wird, bei Wildschweinen in Litauen und Polen festgestellt worden. Das Virus wird direkt über Kontakte zwischen Tieren oder indirekt, z.B. über Fleisch oder Wurst infizierter Tiere, übertragen. Für Menschen besteht keinerlei Gefahr, Haus- und Wildschweine sterben jedoch fast immer daran. Neben den Auswirkungen für die Tiere hätte ein Ausbruch in Deutschland auch beträchtliche wirtschaftliche Folgen.

In der Türkei wurden seit Beginn des Jahres über 30 Fälle von Maul- und Klauenseuche, ebenfalls eine Virusinfektion, festgestellt. Die Maul- und Klauenseuche ist für den Menschen in den allermeisten Fällen ungefährlich, für Klauentiere wie Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und für Wildtiere jedoch extrem ansteckend. Sie verursacht bei Tieren starke Schmerzen und führt häufig zum Tode. Außer direkt von Tier zu Tier kann die Ansteckung auch über die Verfütterung nicht ausreichend erhitzter Lebensmittelreste und Küchenabfälle erfolgen.

Schon Reste eines Wurstbrötchens, die auf einer Autobahnraststätte einfach weggeworfen und dann von Wildschweinen gefunden werden, können ausreichen, um z.B. die Afrikanische Schweinepest einzuschleppen. Gefrorenes, gepökeltes oder geräuchertes Fleisch sowie Wurstwaren können für Haus- und Wildschweine über lange Zeit infektiös sein. Daher ist das Mitbringen von Fleisch, Fleischerzeugnissen und Milch aus Nicht-EU-Ländern verboten.

Das Bündnis "heilen & helfen" appelliert dringend an alle Reisenden, sich an dieses Verbot zu halten. Essensreste sollten möglichst gar nicht erst entstehen und in den Fällen, in denen sie sich nicht vermeiden lassen, nur in fest verschlossenen Müllbehältern entsorgt werden.

Kontakt (stellvertretend für die beteiligten heilberuflichen Körperschaften):
Landestierärztekammer Hessen
Dr. Ingo Stammberger, Präsident
Bahnhofstr. 13
65527 Niedernhausen


© Landestierärztekammer Hessen


Information von TASSO e.V.


Tasso-Newsletter
Zecken: Gefahr für Mensch und Tier

Der diesjährige milde Winter lässt vermuten, dass wir uns dieses Jahr auf mehr Zecken einstellen müssen als üblich. Zecken übertragen die mitunter gefährlichen Krankheiten Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Ein einziger Stich kann ausreichen, die Krankheit zu übertragen, wenn die Zecke die Bakterien (Borreliose) oder Viren (FSME) in sich trägt.
Die Gebiete in Deutschland, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) jährlich als FSME-Risikogebiete – siehe auch www.rki.de/fsme-karte – klassifiziert werden, nehmen von Jahr zu Jahr zu, und konzentrieren sich eher auf den süddeutschen Raum. Zecken, die Borreliose verursachen, meist ist es hierzulande die Auwaldzecke, sind hingegen in ganz Deutschland zu finden.

Für Hunde und Katzen gibt es über den Tierarzt zu beziehende Mittel wie Halsbänder und Spot on Präparate, sogenannte Repellentien, als Zeckenprophylaxe. Das Mittel sickert dabei ins Unterhautfettgewebe und reichert sich dort an. Beim Stich der Zecke „vergiftet“ sich der Blutsauger und fällt ab. Die Mittel schützen das Tier also nicht vor dem Stich selbst. Ob eine Impfung gegen Borreliose nötig und sinnvoll ist, muss jeder in Absprache mit seinem Tierarzt entscheiden. Menschen können sich übrigens nur gegen FSME impfen lassen, jedoch nicht gegen Borreliose.

Bei der Entfernung von Zecken ist darauf zu achten, dass alle Teile der Zecken entfernt werden, also der Kopf nicht hängen bleibt, um Entzündungen zu vermeiden. Am besten hilft eine spezielle Zeckenzange, die so nah wie möglich an der Hautoberfläche angesetzt wird. Keinesfalls sollte Druck auf den Zeckenkörper ausgeübt werden. Das führt dazu, dass die Zecke ihren Mageninhalt und Speichel und damit, sofern vorhanden, die Erreger in den Körper des Tieres abgibt. Dann wird die Zecke vorsichtig und – so die Empfehlung des RKI – gerade aus der Haut gezogen. Keinesfalls sollte man Öl oder Klebstoff zu Hilfe nehmen.

Grippeähnliche Symptome, Schlappheit, Müdigkeit und Hinken sowie Gelenkschmerzen können ein Hinweis auf eine Infektion sein. Zecken übertragen beim Hund auch die gefürchteten Krankheiten Babesiose (Hundemalaria) und Ehrlichiose.

Mehr zu Borreliose & Co finden Sie auf www.tasso.net/Service/Wissensportal/Medizin

Im Zweifelsfall ist es ratsam, das Tier einem Tierarzt vorzustellen.


© Copyright TASSO e.V.

 


Information von TASSO e.V.


TASSO-Newsletter
Transponder und chippen: Die 8 größten Irrtümer

Um den Transponder, umgangssprachlich auch Mikrochip genannt, ranken sich immer noch viele Halbwahrheiten und Fehlinformationen. TASSO liefert die Fakten zu dem knapp 12 Millimeter großen Gegenstand, der unter Umständen das Leben Ihres Tieres retten und es schnell wieder zu Ihnen zurück bringen kann.

Behauptung Nummer 1: Der Mikrochip strahlt
Das ist schon aus technischen Gründen nicht möglich. Der Transponder besteht aus einer Biopolymer- oder Glaskapsel, die eine Kupferspule und einen Mikrochip enthält. Die Kupferspule wird für Sekundenbruchteile durch harmlose Radiowellen aktiviert, wenn ein Lesegerät in die Nähe kommt, und wirkt als Antenne. Auf dem Mikrochip ist die individuelle Nummer des Transponders gespeichert. Eine Batterie, ein Akku oder eine andere eigene Energiequelle, wie zum Beispiel in einem Mobiltelefon, ist nicht vorhanden. Und ohne Energie kann keine dauerhafte Strahlung entsendet werden - der Transponder verhält sich also absolut passiv.

Behauptung 2: Der Transponder wandert
Bald nach dem subkutanen (unter die Haut) Injizieren des Transponders beim Tierarzt an der linken Halsseite (das ist der internationale Standard) beginnt dieser mit dem umliegenden Gewebe zu verwachsen. Der Transponder ist aber mit einem Gewicht von deutlich unter 1 Gramm im Allgemeinen zu leicht, um sich durch die Schwerkraft vom Injektionsort wegbewegen, also "wandern" zu können. In seltenen Fällen kann dies zwar trotzdem einmal passieren, aber auch dann besteht keine Gefahr für das Tier. Denn aus anatomischen Gründen kann der Transponder die Gewebeschichten direkt unter der Haut nicht eigenständig verlassen. Keinesfalls wandert er beispielsweise in das Herz oder das Gehirn - es sei denn, er wäre dort direkt injiziert worden.

Behauptung Nummer 3: Das Einsetzen des Transponders ist schmerzhaft
Das fachkundige Injizieren des Transponders beim Tierarzt ist vergleichbar mit einer Impfung.

Behauptung Nummer 4: Der Mikrochip erzeugt Krebs
Nicht selten werden Tierhalter mit Berichten verunsichert, wonach der Chip Tumore hervorrufen soll. Belastbare Studien dazu fehlen allerdings bis heute. Allein bei TASSO sind über 6 Millionen Tiere registriert. Würde der Chip Krebs auslösen, würden wir das als eine der ersten erfahren. Wird der Chip sach- und fachgerecht implantiert, verursacht er keine Schäden. Bei unsachgerechter Injektion kann es dagegen in seltenen Fällen vorkommen, dass sich Entzündungen bilden, was aber dann nicht ursächlich am Transponder liegt.

Behauptung Nummer 5: Der Mikrochip kann Blutgefäße und Organe verletzen
Wahr ist, dass der Chip so flach unter die Haut in das Gewebe injiziert wird, dass keine Nerven, Organe oder Gefäße verletzt werden können. Der Chip verwächst mit dem Gewebe.

Behauptung 6: Auf dem Transponder ist die Adresse des Halters gespeichert
Der Transponder zeigt beim Ablesen eine 15-stellige Nummer. Die ersten drei Ziffern geben den Ländercode nach ISO-Standard wieder. So steht 276 für Deutschland, 040 für Österreich, 756 für die Schweiz, 056 für Belgien, 528 für die Niederlande, 250 für Frankreich, 380 für Italien, 724 für Spanien und 826 für England. Anhand dieser Nummer kann man erkennen, wo der Chip hergestellt wurde. Dann folgt eine Null, die darauf folgenden nächsten drei Ziffern sind der Herstellercode, und schließlich kommen die übrigen acht Stellen. Weitere Daten sind bei den derzeit verwendeten sogenannten "read-only" Transpondern nicht vorhanden, und das ergibt sich aus einem ganz praktischen Grund: Der Transponder wird vom Hersteller zu Tausenden produziert und an die Tierärzte verkauft. Bei der Herstellung ist daher völlig offen, welcher Transponder überhaupt zu welchem Tierarzt kommt, und erst Recht ist nicht zu wissen, welchen Transponder aus seinem Vorrat der Tierarzt dann in welches Tier injiziert. Irgendwelche weiteren Daten außer der Identifikationsnummer könnten also - wenn überhaupt - bestenfalls vom Tierarzt auf den Transponder gebracht werden, wenn dieser weiß, welches Tier den Chip erhält. Wie sollte das in Gegenwart des Tierbesitzers ohne dessen Kenntnis möglich sein, und warum sollte es jemand tun? Noch bedeutsamer aber ist, dass der theoretisch noch auf dem Mikrochip vorhandene Speicherplatz ohnehin bei der Produktion irreversibel zerstört wird, um eben dies zu verhindern.

Behauptung Nummer 7: Mit dem Transponder kann das Tier geortet werden
Das wird in der Tat sogar von einigen Menschen gewünscht. Wahr ist aber, dass der Transponder wie schon besprochen keine eigene Energiequelle hat und selbst aktiv keine Strahlung abgibt, und ohne eine solche ist eine Ortung nicht möglich.

Behauptung Nummer 8: Der Transponder muss nach einigen Jahren ausgetauscht werden
Der Chip bleibt ein Leben lang im Tier und behindert es in keinster Weise. Ein Austausch ist nicht nötig, da der Chip keine Batterie enthält, sich nicht abnützt und auch bei Verletzungen des Tieres nicht zerstört wird.

© Copyright TASSO e.V.

 


Information von TASSO e.V.


TASSO-Newsletter
Sonntags Radio hören "TASSO - Tierisch engagiert": Experten-Tipps im Haustier-Radio

Unter dem Titel "TASSO - Tierisch engagiert" ist TASSO in diesem Sommer regelmäßig mit Experten-Tipps im Haustier-Radio vertreten. Dabei werden aktuelle Projekte und Kampagnen vom "Hund im Backofen" über Bündnis "Pro Katze" bis zur "Wühltischwelpenkampagne" ebenso vorgestellt wie Rückvermittlungsgeschichten und das Online-Tierheim "shelta". Philip McCreight, Leiter von TASSO, spricht über "TASSO von A-Z", Hundebesitzerin Andrea Thümmel zum Thema "Reisen mit dem Hund" und Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries zum Thema "Tier & Recht".

Wer die ersten Sendungen verpasst hat, kann sie jederzeit auf www.tasso.net anhören.

Besuchen Sie uns auf www.haustierradio.de, lauschen Sie, und seien Sie gespannt. Immer sonntags von 19 - 20 Uhr.

© Copyright TASSO e.V.

 


Information von TASSO e.V.


TASSO-Newsletter
Fremde Katzen füttern - Gut gemeint ist nicht immer auch gut gemacht

Regelmäßig kommt es zu Streitigkeiten zwischen Katzenhaltern und Nachbarn, die es gut meinen und fremde Besitzer-Katzen füttern. Nicht immer kommt diese wohlmeinende Geste beim Tierhalter gut an, weil die Katze vielleicht Spezial- oder Diätfutter benötigt.

Dass Katzen gefüttert oder sogar angelockt werden, ist nicht selten und kann bei Freigängern faktisch nicht verhindert werden. Zwar ist es nicht grundsätzlich verboten, fremde Katzen zu füttern, der Katzenhalter könnte aber notfalls gerichtlich durchsetzen, dass die Fütterung zu unterlassen ist. Diese Maßnahme kann sogar mit einem Ordnungsgeld verbunden werden. TASSO-Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries rät Haltern, zunächst in einem netten Gespräch Katzenfreunde zu bitten, das Füttern der Katze zu unterlassen und die Gründe hierfür zu nennen, um diese Bitte nachvollziehbar zu machen. Menschen, die meinen, fremden Tieren mit der Fütterung etwas Gutes zu tun, sollten sich über die Bitten der Halter nicht hinwegsetzen und diese respektieren.

Die Fütterung im Garten ist zwar erlaubt, dennoch können Behörden oder Vermieter dies untersagen, wenn durch das Futter zum Beispiel Mäuse und Ratten angelockt werden, da von diesen Tiere eine Gesundheitsgefahr ausgeht.

© Copyright TASSO e.V.

 


Information von TASSO e.V.


Presse-Mitteilung
Mit dem Hund in den Urlaub: Darauf sollten Sie achten

Wer mit seinem Hund verreisen will, sollte dessen Wohlergehen während der Fahrt und am Urlaubsort ganz besonders im Auge haben. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. gibt Tipps für eine unbeschwerte Reise: „Ganz wichtig ist die Registrierung des Hundes in unserer Datenbank“, betont Philip McCreight von TASSO. Sollte das Tier während der Autofahrt oder am Urlaubsort weglaufen, lässt es sich über die registrierten Angaben schneller wiederfinden und exakt dem Besitzer zuordnen.

Damit es erst gar nicht erst zum Ausbüxen kommt, empfiehlt der Tierschutzexperte, den Hund nicht nur bei Pausen während der An- und Abreise, sondern auch während der ersten Tage am Urlaubsort stets angeleint laufen zu lassen: „Die unbekannte Umgebung macht manche Tiere so nervös, dass sie die Kommandos ihres Besitzers überhören und aufgeschreckt die Flucht ergreifen.“ Dies würde nicht nur dem Hund und seiner Familie den Urlaubsspaß verderben, in der Nähe stark befahrener Straßen oder der Autobahn könne dies auch ganz schlimme Folgen haben, meint McCreight.

Verantwortungsbewusste Hundebesitzer packen zum Reiseproviant für Kinder und Erwachsene natürlich auch Wasser für den Hund und den passenden Napf. Mit dem Fressen sollte man allerdings vorsichtig umgehen. McCreight: „Dauert die Autofahrt mehrere Stunden, kann dem Hund bei vollem Magen übel werden. Am besten ist es, man füttert ihn vier bis sechs Stunden vor Reiseantritt und dann erst wieder am Urlaubsort. Hunde können diese Hungerkur problemlos ertragen.“

Bei Reisen in Länder der EU zwingend vorgeschrieben ist der EU-Heimtierausweis mit aktuellen Impfdaten, sagt McCreight. Für Tiere, die nach dem 3. Juli 2011 geboren wurden, sei zudem die Kennzeichnung mit einem Transponder notwendig („Chippflicht“). Eine Tätowierung werde bei einer möglichen Kontrolle nicht mehr akzeptiert. „Der Pass enthält neben Angaben zum Halter auch Adresse, Name, Art und Geschlecht des Tieres einschließlich Geburtsdatum, Fellkleid und Daten zu Impfungen.“ Angegeben seien außerdem die Transponder- beziehungsweise Tätowiernummer.

Auf was man sonst noch beim Urlaub mit dem Hund achten sollte, verrät die Checkliste von TASSO:

Vor der Reise:

Fahrten und Urlaubsort mit dem Tierarzt besprechen
Länderspezifische Vorschriften für bestimmte Hunderassen überprüfen
Vorrat an wichtigen Medikamente anlegen
Gültigkeit der allgemeinen und länderspezifischen Schutzimpfungen überprüfen und ggf. nachholen
Bei Auslandsreisen die Einreisebestimmungen abklären (Botschaft)
Wenn notwendig, nur hier erhältliches Futter kaufen
Abklären, ob in der gebuchten Unterkunft Hunde überhaupt erlaubt sind

Fürs Gepäck:

EU-Heimtierausweis
Nummer und Kontaktdaten der eigenen Haftpflichtversicherung und eines Tierarztes im Urlaubsort
Transportkorb, Maulkorb (ist in einigen Ländern vorgeschrieben), Leine, Körbchen oder Decke
Frisches Trinkwasser in der Flasche, Wassernapf
Plastiktüten und Schaufel
Futter, Leckereien, Dosenöffner
Bürste, Kamm, Handtuch, Spielzeug

Für die Reiseapotheke:


Medikamente, die der Hund ständig einnehmen muss
Mittel gegen Reisekrankheit und Beruhigungsmittel
Mittel gegen Durchfall
Wundspray/Desinfektionsmittel
Augen- und Ohrentropfen
Tücher zum Reinigen von Augen und Pfoten
Zeckenzange
Verbandmaterial

© Copyright TASSO e.V.

 


Information von TASSO e.V.


Presse-Mitteilung
Urlaub mit dem Hund in Dänemark:

Das Risiko reist mit

Hattersheim, 30.04.2013 (profact) – Eigentlich gilt Dänemark als hundefreundliches Land. Seit drei Jahren allerdings entscheiden sich immer mehr urlaubsfreudige Hundebesitzer gegen unseren nördlichen Nachbarn. Besonders in den vergangenen Monaten ist die Zahl der Stornierungen drastisch gestiegen, so Experten. Grund sei die seit dem 1. Juli 2010 geltende Novellierung des Hundegesetzes, die die Zucht, Haltung und Einfuhr von 13 Hunderassen verbietet (siehe unten). Außerdem droht einem Hund die Todesstrafe, wenn er einen anderen Hund oder einen Menschen schwer verletzt. Darauf weisen die Tierschutzorganisationen TASSO e. V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. (bmt) und VIER PFOTEN sowie der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) hin. Nach aktuellen Informationen des dänischen Tierschutzvereins „Fair Dog“ sind bereits rund 1400 Hunde dem Gesetz zum Opfer gefallen.

"Dänemark manövriert sich als Urlaubsland für Hundebesitzer immer mehr ins Abseits", sagt Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO. "Tiere der verbotenen Kategorien, die nach dem 17. März 2010 angeschafft wurden, werden umgehend getötet", warnt Ruckelshaus. Dabei werde die Rassezugehörigkeit entgegen den Einwänden des dänischen Kennel Clubs „ohne kynologischen Sachverstand“ von dänischen Polizisten bestimmt, ergänzt Udo Kopernik vom VDH. "Hat ein Welpe oder Junghund Ähnlichkeit mit einer Rasse aus dem Index, bedeutet das für ihn Lebensgefahr." Der Fachmann appelliert deshalb an Besitzer von Mischlingen, bei der Einreise nach Dänemark unbedingt einen Herkunftsnachweis mitzuführen, beispielsweise vom Tierheim. "Daraus muss klar hervorgehen, dass die Eltern des Hundes nicht zu den indizierten Rassen gehören, beziehungsweise, wenn ein Elternteil einer der verbotenen Rassen angehört, dass er vor dem 17. März 2010 angeschafft wurde." Im Gesetz werde allerdings nicht geregelt, in welcher Form der Nachweis zu erbringen sei, so Kopernik. Das Risiko reise deshalb immer mit.

Aber selbst friedliche und "gesetzeskonforme" Hunde befinden sich in Dänemark laut Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN in Lebensgefahr. Und zwar durch das dänische Feld- und Weggesetz von 1872 (mark- og vejloven). Es erlaubt Privatleuten, freilaufende Hunde und Katzen auf ihrem Grundstück zu erschießen. Zuvor müsse der Besitzer des Vierbeiners allerdings gewarnt werden, so Thiesmann. Ist dieser nicht bekannt, genüge auch eine Anzeige in der örtlichen Tageszeitung. Petra Zipp vom bmt: "Inzwischen entledigen sich beispielsweise Landwirte häufig durch pauschale Anzeigen ihrer individuellen Informationspflicht. Deutsche Hundebesitzer, die in Dänemark ihren Urlaub verbringen, erfahren normalerweise nichts von den Warnungen", sagt sie. "Es herrscht zwar ein Leinenzwang an den Stränden vom 1. April bis zum 30. September und in den Wäldern ganzjährig, an den sich aber viele nicht halten. Sollte ein Hund beim freien Herumlaufen auf ein Privatgrundstück gelangen, für das Warnungen veröffentlicht wurden, riskiert er somit sein Leben."

Was Sie wissen sollten: In Dänemark verbotene Rassen (Zucht, Haltung und Einfuhr)

Pitbull Terrier, Tosa Inu, Amerikanischer Staffordshire Terrier, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Amerikanische Bulldogge, Boerboel, Kangal, Zentralasiatischer Ovtcharka, Kaukasischer Ovtcharka, Südrussischer Ovtcharka, Tornjak und Sarplaninac.

Laut dem Dänischen Außenministerium gilt noch eine Ausnahmeregelung für Hunde der betreffenden Rassen, die vor dem 17. März 2010 angeschafft wurden. Sie dürfen weiterhin nach Dänemark mitgebracht werden, müssen auf Straßen, Wegen, Fußwegen und Plätzen aber an einer maximal 2 m langen Leine geführt werden. Der Hund muss auch einen sicher verschlossenen Maulkorb tragen. Diese Übergangsordnung gilt jedoch nicht für Pitbull Terrier und Tosa Inu, da diese bereits vor Inkrafttreten der neuen Regeln ab 1. Juli 2010 verboten waren.

© Copyright TASSO e.V.

 


Information von TASSO e.V.


Der Sommer kommt –

Temperaturen über 25 Grad Celsius nicht für jeden ein Vergnügen

Nach Anlaufschwierigkeiten scheint der Sommer nun doch endlich Einzug zu halten, und alle sehnen sich nach der Wärme. Allerdings kann die Euphorie auch ganz schnell zur Tragödie werden. Nämlich dann, wenn Hunde unbedacht im verschlossenen Auto zurückgelassen werden. Das "eben mal schnell" zählt dabei ebenso wenig wie die einen Spalt breit geöffneten Fenster. Ein Hund kann die Hitze nicht wie wir Menschen durch Hecheln kompensieren. Deswegen gilt die jährliche Warnung von TASSO: Steigen die Temperaturen über 25 Grad Celsius, gehört ein Hund nicht mehr ins Auto. Leider können schon wenige Minuten das Wageninnere derart aufheizen, dass der Hund Gefahr läuft, einen Hitzschlag zu erleiden.

TASSO hat einen 10-minütigen Selbsttest im Auto bei nur 25 Grad Celsius gewagt. "Das ist nichts, was ich meinem Hund je antun würde“, so Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO, nach dem Test. Wir haben die Minuten im Auto mit der Kamera festgehalten.

Was Sie tun können: Bestellen Sie auch dieses Jahr Karten und Plakate, um Tierfreunde und ihre Vierbeiner vor dem Schlimmsten zu bewahren. Den Film sowie die Bestellmöglichkeit für unser Aufklärungsmaterial finden Sie unter: www.tasso.net/Hund-im-Backofen

© Copyright TASSO e.V.

 


Information von TASSO e.V.


Warum die Registrierung auch für Wohnungskatzen so wichtig ist

„Heute Morgen ist unser Kater entlaufen. Er war noch nie draußen. Ich wollte auf die Terrasse, und weg war er." Eine offene Tür, ein unbeobachteter Moment oder ein Besuch beim Tierarzt,…es ist schnell passiert. Bei der Tierschutzorganisation TASSO häufen sich derartige Meldungen von verzweifelten Katzenbesitzern, deren Wohnungskatze plötzlich entlaufen ist. Die wenigsten sind registriert. Ihre Besitzer sehen darin keine Notwendigkeit. Im Zweifelsfall eine fatale Fehleinschätzung, wie Philip McCreight von TASSO aus langjähriger Erfahrung weiß: „Es ist ein Trugschluss, zu glauben, Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, müssten nicht registriert werden.“

Entläuft eine Wohnungskatze ist das im Vergleich zum Freigänger sogar noch dramatischer. Der Stubentiger ist das völlig fremde und gefährliche Terrain außerhalb des Zuhauses nicht gewöhnt. Er hat keine Überlebensstrategien dafür entwickelt und kann Gefahren nicht einschätzen. Dazu kommt, dass viele Wohnungskatzen extrem scheu reagieren und mit der Situation in Freiheit total überfordert sind. „Sie verstecken sich, lassen sich nicht anlocken und können so verängstigt sein, dass sie den Weg nach Hause nicht mehr finden. Sollte das Tier doch von fremden Menschen gefunden werden, ist eine Zuordnung zum Besitzer ohne Registrierung fast unmöglich.“, so McCreight weiter.

Es gibt viele Dinge, die man tun kann, wenn die Katze entlaufen ist: im Tierheim anrufen, Aushänge machen, bei Nachbarn, in Garagen und Schuppen suchen und vieles mehr. Eine kostenlose Registrierung bei TASSO jedoch bringt den Ausreißer häufiger zurück als jede andere Maßnahme.

Auch Wohnungskatzen sollten registriert sein. Deshalb bitten wir Sie: Empfehlen Sie Katzenhaltern die einfache, bequeme und natürlich kostenlose Registrierung unter: www.tasso.net

© Copyright TASSO e.V.

 


Information von TASSO e.V.


Tetanus beim Hund – selten aber gefährlich

Welcher Hundehalter kennt das nicht: Der Hund tritt in eine Scherbe, kommt mit der Schnauze beim Schnüffeln an etwas Spitzes oder bleibt beim Rennen an einer Kante hängen. In den allermeisten Fällen bleibt dies ohne schwerwiegende Folgen. Doch in einigen wenigen Fällen erfolgt hierbei die Ansteckung mit dem Erreger des Tetanus. Das Bakterium Clostridium tetani setzt sich in der Wunde fest, vermehrt sich und produziert dabei ein Nervengift. Dieses gelangt über die Nerven ins Rückenmark und Gehirn und schädigt dort Funktionen bestimmter Nervenzellen.

Krankheitsanzeichen des so genannten Wundstarrkrampfes treten Tage oder erst Wochen nach der Infektion auf. Die Krankheitsschwere hängt von der Menge der aufgenommenen Clostridien ab: Beginnend mit leichter Schwäche, Muskelsteifheit und unkoordiniertem Gang über Krämpfe, Atembeschwerden bis hin zu Muskelspasmen. In schweren Fällen kann es durch die Beteiligung der Atemmuskulatur zum Atemstillstand kommen. Symptome von Tetanus können leicht mit denen von Vergiftungen verwechselt werden.

Eine Impfung als Schutz vor Tetanus ist möglich, wird aber meistens nicht vorgenommen, da die Erkrankung bei Hunden eher selten auftritt. Bei Katzen ist sie noch seltener, für Menschen oder beispielsweise Pferde stellt Tetanus dagegen eine ernste Gefährdung dar. „Tetanus beim Hund ist sehr selten. Wer dennoch auf Nummer sicher gehen will, kann sein Tier impfen lassen“, rät die Tierärztin Dr. Anette Fach. Sie betont jedoch auch die generelle Wichtigkeit einer guten Behandlung bei Verletzungen. „Sollte sich der Hund verletzt haben, ist eine gute lokale Wundversorgung und eine antibiotische Abdeckung wichtig, um eventuell eingedrungene Clostridien direkt abzutöten."

Sollte es hierfür zu spät sein: Tetanus ist - rechtzeitig erkannt - behandelbar. Die Infektion kann mit spezifischen Immunseren, Antibiotika und Medikamenten zur Beruhigung sowie zur Muskelentspannung behandelt werden. Eine Heilung hängt von der Schwere der Symptomatik ab. In der Regel dauert diese intensiv-medizinische Versorgung mehrere Wochen.

© Copyright TASSO e.V.

 
(C) 2011 - 2019 Tierarztpraxis Prußnat - Ute Prußnat - alle Rechte vorbehalten